Transkulturelle Traumapädagogik – Zertifikatsprogramm

Mehrkulturalität als Alltagswirklichkeit zeigt sich auch in der medizinischtherapeutischen bzw. psychosozialen Versorgung und Begleitung. Verschiedene Lebenswelten und Krankheitskonzepte und damit verbundene Erwartungen an das Versorgungssystem sowie an die darin tätigen Fachkräfte machen ein transkulturelles Verständnis und transkulturelle Arbeitsweisen erforderlich. Viele Zugewanderte, insbesondere Geflüchtete, haben Traumatisches erlebt, nicht alle können oder müssen jedoch therapeutisch versorgt werden. Für die nicht-therapeutische Arbeit mit traumabelasteten Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern kann die Traumapädagogik einen wesentlichen Beitrag leisten.

Termin(e)

Veranstaltungsübersicht

Veranstaltungsort

Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart

Kosten

1.200 Euro, zzgl. 120 Euro Prüfungsgebühren (optional)

Veranstaltungsformat

Zertifikatslehrgang, bei erfolgreichem Abschluss der Prüfung (optional) wird Ihnen ein qualifiziertes Hochschulzertifikat verliehen

Anmeldefrist

4 Wochen vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn

 

Ziele

  • Kenntnis theoretischer Grundlagen und konkreter Handlungskonzepte der Traumapädagogik
  • Verständnis kulturell geprägter Krankheits- und Heilungskonzepte in Bezug auf Traumafolgestörungen
  • Entwicklung eigener Umsetzungs- und Anwendungsmöglichkeiten zur kultursensitiven und traumasensiblen Begleitung

Seminarinhalt

Module

  • Trauma im Kontext von Flucht und Migration
  • Transkulturelle Aspekte der Traumapädagogik
  • Rechtliche und ethische Grundlagen
  • Spiritualität und Religion bei der transkulturellen Traumapädagogik
  • Supervision
  • Teilnahme an einer kollegialen Beratung (online)
  • Prüfungsleistung: Referat
  • Kinderschutz und Familienunterstützung: „Verantwortungsgemeinschaft“
  • Beziehungen zwischen Risiko und Gefahr
  • „Idealprofil“, Einsatz und Aufgaben einer Kinderschutz-Fachkraft
  • Ablauf, inhaltliche Elemente und Anhaltspunkte einer Gefährdungseinschätzung
  • Position und Aufgaben des „Hilfebereichs“
  • Dringlichkeits-, Sicherheits- und Ressourcenabschätzung
  • Schutzplan
  • Instrumente zur Einschätzung einer Gefährdung
  • Traumapädagogik mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Interventionsansätze und Methoden in der Traumapädagogik
  • Vertiefung ausgewählter Themen
  • Supervision
  • Teilnahme an einer kollegialen Beratung (online)
  • Prüfungsleistung: Transferbericht und Referat

Dozent*innen

Weitere Informationen

Das Zertifikatsprogramm richtet sich an Fachkräfte, die in psychosozialen, pädagogischen oder therapeutisch-medizinischen Berufsfeldern tätig sind und während der Weiterbildung in ihrem Arbeitsbereich Kontakt mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen mit Migrationshintergrund haben; z. B.: Sozialpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, Theolog*innen, Erzieher*innen, Heilpädagog*innen, Hebammen, Lehrer*innen und Mediziner*innen.

  • Hochschulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem psychosozialen oder medizinischen Beruf
  • Mindestqualifikation Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens
  • Einjährige, einschlägige Berufserfahrung in einem der Bereiche

Nach Abschluss aller drei Module (Prüfungen) erhalten Sie ein qualifiziertes Hochschulzertifikat „Certificate of Advanced Studies“ über 15 ECTS-Punkte. Die abgeschlossenen Module (je 5 ECTS-Punkte) können Sie bei Vorliegen der hochschulrechtlichen Voraussetzungen auf den Master „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“ des DHBW CAS anrechnen lassen. Ohne Modul-Prüfungen erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich über das Anmeldeformular zum Zertifikatsprogramm Transkulturelle Traumapädagogik an. 

Zum Anmeldeformular